Salon


Seit 2005 bringen wir in unregelmäßigen Abständen Menschen aus den unterschiedlichsten Filterblasen der Gesellschaft zusammen, um Spaß zu haben und um liebgewonnene Gewissheiten herauszufordern, zum Beispiel in „Mitmach-Dialoge für Plurale Demokratie" (2014-2017) und “In welcher Gesellschaft wollen wir leben?” (2018)

 

Da wir so die Bedeutung dieser elementaren Übungen in Selbstwahrnehmung und Meta-Reflexion noch mehr schätzen lernten, entwickelten wir ab 2019 den „Brücken-Zyklus 2020/21 für soziale Nachhaltigkeit: (Post-) Heroische Führung von Organisationen, Gesellschaft und uns selbst“.

 

Doch genau wie alle in der Gesellschaft mussten auch wir unsere Planungen verändern und die (physischen) „Brücken-Salons“ erst mal unbestimmt verschieben. Gleichzeitig wird mit jedem Tag klarer, dass viele der für dort geplanten Themen- und Fragestellungen durch „Corona“ sogar noch offensichtlicher und relevanter geworden sind: Das Ausmaß, mit dem BürgerInnen die Einschränkung ihrer eigenen Grundrechte durch heroisch auftretende Führerfiguren selbst fordern, übersteigt sogar unsere Erwartungen. Der anspruchsvolle Umgang mit ethischen Dilemmata wird seit „9/11“ zunehmend und allgegenwärtig durch einfache kategorische Imperative, öffentliche Empörung oder populistische Kriegsrhetorik ersetzt.

 

Aufgrund der vielen Nachfragen von Teilnehmenden werden wir daher zusätzlich eine modifizierte Serie knackiger "Mini-Salons: (Post-)Heroische Corona-Dialoge" durchführen. Selbstverständlich virtuelle, aber natürlich - wie immer bei uns - interaktiver als normale Video-Konferenzen, von denen wir alle gerade ohnehin viel zu viele haben.